Bilder der Wunde - die Wunde als Bild

Kunstwochenende

Mit der Darstellung der Leidensgeschichte Jesu sind Wunde, körperlicher Schmerz und Verletzung in der abendländischen Kulturgeschichte bildwürdig geworden. Bilder der Wunde vergegenwärtigen die Passion Jesu in höchster Intensität und mit einer eigenen visuellen Sprache, die den Werken ihre besondere Eindringlichkeit verleiht und den Betrachter in das Bildgeschehen hineinzieht. Mit den Darstellungen der Passion Jesu wird die Wunde in der europäischen Kunstgeschichte zum Bildprinzip.
Gegenwärtig ist die Wunde vielleicht das dringendste Thema überhaupt für das Nachdenken über Bilder. Gewalt, Schmerz und Leid werfen Fragen nach ihrer Darstellung und nach ihrer Darstellbarkeit auf. Die Wunde ins Bild zu setzen, verlangt nach ungeschöntem Realismus und zugleich nach einer Wahrung dessen, was sich jeder Anschaubarkeit entzieht.
Die Kunst der Moderne und der Gegenwart hat die Bedingungen und Möglichkeiten der Darstellung von Verletzung und Schmerz auf vielfältige Weise als Thema bearbeitet; sie hat die Wunde zum Prinzip eigenständiger Bildkonzepte entwickelt.
Das Seminar führt in die Bildgeschichte der Passionsfrömmigkeit ein und stellt Werke dieser christlichen Tradition Bildkonzepten der Wunde in der Kunst der Moderne und der Gegenwart gegenüber.

Datum: 08. - 10. März 2019
Zeit: Freitag, 18.30 Uhr - Sonntag, 13.00 Uhr
Ort: St. Ursula, Erfurt
Referent: Prof. Dr. Reinhard Hoeps
Leiter der Arbeitsstelle für christliche Bildtheorie, theologische Ästhetik und Bilddidaktik an der Universität Münster
Leitung: Dr. Martin Riß
Kosten: 60,-* / 70,- / 80,- € (ÜN/VP im DZ)
Tagungsgebühr: 25,- €
Kurs-Nr.: URS 1903081

Anmeldung

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