Patronat

Die heilige Ursula soll im 4. Jahrhundert nach Christus gelebt haben. Ihr Leben ist jedoch nicht in zeitgenössischen Quellen bezeugt, sondern in später entstandenen Legenden. Möglicherweise wurde sie in der Diokletianischen Verfolgung um 304 in Köln zusammen mit Gefährtinnen ermordet.

Überliefert ist, dass sie ihre Begleiterinnen im christlichen Glauben unterwiesen hat. In Erinnerung an diese Lehrtätigkeit wird sie meist mit einem Buch dargestellt und gilt als Patronin für den Lehrerberuf, für Schule und Bildung. Viele Schulen und Universitäten haben sich unter ihr Patronat gestellt, und der Lehrorden der Ursulinen ist seit Jahrhunderten für die (Mädchen-) Bildung von größter Bedeutung. Auch das Bildungshaus hat sie zur Patronin des Hauses ernannt.

 

Auf diesem Bild begrüßt die Hl. Ursula Sie im Eingangsbereich.

Es wurde um 1800 für das Erfurter Ursulinenkloster gemalt, welches in der rechten unteren Bildecke zu sehen ist.

Als Leihgabe des Klosters hat es seinen Platz im Foyer des Bildungshauses.

 

 

Im Innenhof des Bildungshauses finden Sie diese Bronzefigur, die von dem Leipziger Künstler Markus Gläser eigens für den Ursulagarten geschaffen wurde. 2013 fand sie ihren Platz auf einem von Wasser umspülten Stein.

Aus der Legende der hl. Ursula wird die Bootsfahrt auf dem Rhein dargestellt. Ursula hält aus dem Mastkorb Ausschau. Haar und Gewand wehen im Wind. Unten im Boot befinden sich 11 Gefährtinnen, die Ursula auf ihrer Fahrt begleiten.

 

Legende

Die heilige Ursula war eine britannische Königstochter, die ihr Leben Christus geweiht und Jungfräulichkeit gelobt hatte. Als jedoch der heidnische König von Anglia sie als Frau für seinen Sohn Aetherius will, geht sie zum Schein auf den Antrag ein, stellt jedoch die Bedingung, dass ihr Bräutigam zum Christentum übertreten muss und ihr bis zur Hochzeit noch eine dreijährige Frist gewährt. In dieser Zeit begibt sie sich mit einigen Begleiterinnen auf eine Schiffsreise. In Köln hat Ursula eine Erscheinung. Ein Engel weist sie an, nach Rom zu pilgern und prophezeit ihr, dass sie das Martyrium erleiden wird. Ursula und ihr Gefolge reisen mit dem Schiff über den Rhein bis nach Basel und legen dann den restlichen Weg zu Fuß zurück. Auf der Heimreise landen sie wieder in Köln. Seit längerer Zeit leidet die Stadt unter der Belagerung der Hunnen, und die wilden Horden ermorden Ursulas Begleiterinnen auf brutale Weise. Als sich Ursula dem Hunnenfürsten verweigert, wird auch sie selbst getötet. Darauf erschien eine Schar von elftausend Engeln, die die Hunnen in die Flucht schlug. Zum Dank für die Befreiung errichten die Bürger Kölns der heiligen Ursula eine Kirche und machen sie zu ihrer Schutzpatronin.